Blog

Als Podcaster kommst du um das Bearbeiten deiner Audiodateien nicht herum. Wir stellen dir 5 gute Programme dafür vor.

Die Idee für den richtigen Podcast ist schnell geboren. Doch in der Praxis brauchst du nicht nur das richtige Equipment zum Aufnehmen, sondern auch die passende Software, um deinen Podcast zu schneiden und zu editieren.

Nur so stellst du sicher, dass du deinen Zuhörer*innen wirklich das beste Hörerlebnis bietest – und das ist wichtig. Denn lange Gesprächspausen und schlechter Ton sind für viele ein Grund, sofort abzuschalten. An Auswahl mangelt es schließlich nicht und dein Podcast wird kein großes Publikum finden, wenn du klingst, als hättest du dich aus einer Höhle eintelefoniert. 

Im Folgenden zeigen wir dir die besten Programme, um Audiodateien zu bearbeiten und deinen Podcast zu schneiden.

1. GarageBand – kostenlos Audio bearbeiten, aber nur für den Mac

Eine tolle Aufnahmesoftware, um Audio zu bearbeiten, ist die Gratissoftware GarageBand. Die ist auf jedem Mac vorinstalliert und bietet dir alle Basics und viele Zusatzfunktionen. Die Filter sind leicht verständlich und schön visualisiert, die Bedienung intuitiv.

Das Interface entspricht einem Mischpult und gerade Musiker*innen fühlen sich dort sofort zuhause. Das Podcast-Schneiden ist dafür etwas fummelig, aber möglich. Auch das Einrichten mehrerer Tonspuren ist kein Problem, zudem gibt es die Software auch für iPhone und iPad für Zusatzaufnahmen von unterwegs.

Der Nachteil: Wenn du keinen Mac besitzt, kannst du die Software nicht nutzen.

2. Logic Pro – mach deinen Mac zum Tonstudio

Auch Logic Pro ist exklusiv für den Mac verfügbar. Wenn du GarageBand nutzt, findest du dich hier sofort zurecht. Viele Zusatzfunktionen und ein simples Einrichten von Audiospuren machen dir das Bearbeiten deines Podcasts besonders leicht.

Logic Pro verwandelt jeden Mac in ein vollwertiges Tonstudio – und das zu einem einmaligen Preis von 229 Euro. Das Programm ist nicht nur komfortabler als GarageBand, sondern erleichtert vor allem das Bereinigen von Tonspuren und trennt die Tracks visuell klarer voneinander.

Wie bei GarageBand ist eine riesige Mediathek mit vorgefertigten Loops inbegriffen, sodass du nicht nur deinen Podcast schneiden, sondern auch durch professionelle Audiosamples aufwerten kannst.

3. Adobe Audition – professionelle Aufnahmen aus der Creative Cloud

Adobe Audition ist für Mac und Windows erhältlich und bietet einen gigantischen Funktionsumfang. Auch hier findest du ein komplettes Tonstudio für die Aufnahme und dank einer großen Community gibt es reichlich Tutorials, die dir sowohl die Basics als auch die verstecktesten Funktionen erklären.

Das dunkle Interface ist elegant und übersichtlich, du kannst deine Projekte in der Cloud speichern und zwischen Mac und PC problemlos bearbeiten. Größtes Manko ist das Abo-Modell, denn Audition musst du in der Creative Cloud mieten. Das kostet nur für Audition rund 20 Euro/Monat (je nach Laufzeit) – oder aber du mietest alle Apps (auch Premiere Schnittsoftware, Photoshop und InDesign) für 60 Euro pro Monat. Nutzt du die Creative Cloud ohnehin, ist Adobe Audition schon dabei.

4. Audiobearbeitung mit Audacity – kostenlos, plattformübergreifend, vielseitig

Bei Audacity handelt es sich um eine Freeware-App, die auf dem Mac und auf Windows funktioniert. Sowohl Aufnahme als auch Bearbeitung sind recht leicht und auch das Hinzufügen von Filtern wie EQ oder Compressor eigentlich kein Problem.

Das Interface ist aber nicht ganz so übersichtlich wie bei anderen Programmen und leuchtet giftig hell. Alles Wichtige zum Podcastschneiden und für die Tonbearbeitung ist da, aber sieht ungefähr so schick aus wie eine Excel-Tabelle.

Eine tolle Funktion von Audacity ist übrigens „Truncate Silence“ – die kann deinen Podcast automatisiert schneiden. Dafür werden längere Gesprächspausen einfach zusammengestutzt und das Hörerlebnis wird kompakter. Das können Logic Pro und Audition zwar auch, aber Audacity ist im Gegensatz zu diesen beiden Programmen komplett kostenlos.

5. Reaper und Ultraschall – der bessere Sensenmann aus Deutschland

Reaper für PC und Mac kostet 65 Euro, kann aber kostenlos getestet werden. Das Programm ist vielseitig, aber auch etwas unübersichtlich, also für Einsteiger*innen nicht ideal.

Mit der in Deutschland entstandenen Erweiterung Ultraschall findest du aber ein neues Interface vor, das für Podcasts gestreamlined wurde. Die wichtigsten Funktionen, Übergänge und Filter siehst du nun auf den ersten Blick. Du kannst Spuren farbig markieren, Lautstärken dynamisch angleichen und vieles mehr. Und auch für Ultraschall gibt es viele deutschsprachige Tutorials, die dir schnell erklären, wie du mit der Erweiterung deinen Podcast schneiden kannst.

Hörgenuss pur – darum solltest du deinen Podcast schneiden und die Tonspur optimieren

Als Podcaster*in hast du heutzutage viel und vor allem professionelle Konkurrenz. Das macht es nicht unbedingt leichter, mit deinen Inhalten durchzustarten. Umso wichtiger ist es, den eigenen Podcast zu schneiden und zumindest die Basics bei der Audiobearbeitung zu erlernen. Je besser dein Podcast klingt, desto leichter machst du es deinen Zuhörern.

Keine Scheu übrigens vor komplizierten Programmen, denn in der Regel braucht es nicht viel, um Sprachaufnahmen aufzupolieren (zumindest, wenn du professionelle Kondensatormikrofone einsetzt). Am wichtigsten sind ein Compressor, ein Channel EQ und ein Peak Limiter – diese drei Filter verbessern die Verständlichkeit der Sprache, erhöhen die Klangqualität und verhindern zu laute Ausschläge. Und das ist selbst mit Basisprogrammen und kostenlosen Apps problemlos möglich. Am wichtigsten ist, dass du eine Software findest, mit deren Bedienung du dich wohl fühlst und mit der du regelmäßig aufnehmen möchtest. Denn wenn du keinen Bock auf die Bearbeitung hast, wird das mit dem Podcasten nix – so viel ist sicher.